Wie Handys die Welt verändern – die mobile Gesellschaft

Damals mit 12 oder 13 Jahren war ich einer der ersten in meiner Klasse, der ein Handy hatte. Ein babyblaues Motorola mit grün beleuchteter Tastatur und ganzen 7 Klingeltönen! Die Antenne war ausziehbar und überhaupt war das ganze Ding einfach eine Wucht. Alter, was war ich cool! – Dabei hatte ich den babyblauen Ziegelstein nur von meiner Mutter bekommen, damit ich stets erreichbar war und anrufen konnte, wenn mal der Nachmittagsunterricht ausfiel. Das wiederum habe ich meinen Freunden natürlich nicht aufs Auge gedrückt Wie Handys die Welt verändern   die mobile Gesellschaft

Hier zeichnet sich schon die Problematik der ganzen Sache ab : Immer erreichbar zu sein. Sicher, wenn man am Nachmittag im strömenden Regen an der Bushaltestelle stand und einen niemand abholte, war das eine tolle Sache. Und solange auch nur ein kleiner Personenkreis mit Handys herumlief war das auch noch ok. Klingelton-Abofallen (polyphone vielleicht sogar?), 3G und UMTS waren noch nicht mal erfunden und mobiles Internet (Internet für die breite Bevölkerung überhaupt!) war der aberwitzige Traum einer kleinen Hacker-Elite….

Das war damals.

Heute laufen wir alle durch die Straßen und neben Schlüsselbund und Geldbeutel ist auch das Handy unser stetiger Begleiter. Sicher ist es toll, in einer fremden Stadt sofort die nächste Pizzeria zu finden. – Aber spätestens, wenn einen im Urlaub der Chef das dritte Mal anruft und einen bittet, eine Schicht für einen Kollegen zu übernehmen oder nach fachlichen Dingen aus der Buchhaltung fragt, wird die Erreichbarkeit schnell zum Fluch. Manch einer – darunter ich – hat sein Handy immer dabei … und ist dann aber doch unglaublich erleichtert, wenn er es mal daheim vergessen hat. Endlich nicht mehr erreichbar!

Bei meinem gestrigen Spaziergang durch die Kaufinger Straße und am Stachus in München entschied ich mich spontan, die Beziehung zwischen Menschen und ihren Handys zu dokumentieren. Wenn man mal bewusst drauf achtet, merkt man erst, wie omnipräsent die Dinger sind Wie Handys die Welt verändern   die mobile Gesellschaft

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Photowalk in Augsburg

Am 27.05.12 habe ich mir meine Fuji X Pro 1 geschnappt und habe einen Photowalk zwischen Stadtmetzg und dem Hohen Dom unternommen. Der Dom ist immer wieder Ziel meiner Streifzüge und ein beeindruckendes Gebäude. Die Ausmaße, die er von außen verspricht, scheint er im Inneren noch zu übertreffen. Aber das alleine ist nicht alles : Der Augsburger Dom ist ein wundervolles Anschauungsobjekt, wenn es um unterschiedliche Baustile geht.

Dies hat mit der Historie dieses Bauwerks zu tun. Da der Dom über mehrere Jahrhundert gebaut, umgebaut und immer wieder modifiziert wurde, geht hier der romanische Stil in den gothischen über. Leider ist das Photographieren im Hohen Dom nur für den Privatgebrauch erlaubt, weshalb ich euch nur die Bilder zeigen kann, die auf dem Weg und außerhalb des Doms entstanden sind – oder die nichts vom Bauwerk zeigen. Preiset die freie Kirche Photowalk in Augsburg

Photowalk in AugsburgPhotowalk in Augsburg

Dieses an eine Säule gesprayte Yin-Yang Symbol findet ihr, wenn ihr aus der Tiefgarage Stadtmetzg über den Schmiedberg zum Hohen Weg geht.

Photowalk in AugsburgPhotowalk in AugsburgPhotowalk in AugsburgPhotowalk in AugsburgDiese Aufnahme gewann erst nach Schwarzweiß-Konvertierung und Nachbearbeitung die gewünschte Dramatik… Wie gesagt darf ich keine Aufnahmen aus dem Inneren des Doms zeigen, weswegen ich jetzt gleich wieder zum Rückweg übergehe Photowalk in Augsburg

Photowalk in AugsburgIch liebe dieses Bild! Es zeigt, wie man auch im Alltäglichen immer wieder Schönes entdecken kann. Man muss es nur sehen wollen – und diese positive Einstellung greift auf das ganze Leben über!

Photowalk in AugsburgFundstelle : Stadtmetzg – Ecke Schmiedgasse

Photowalk in AugsburgDiese Tiefgaragenabfahrt erscheint auf Anhieb nichts Besonderes zu haben. – Wenn ich mir dieses Bild aber so ansehe, strahlt es irgendwie, findet ihr nicht?

Photowalk in Augsburg

So, das war’s für heute! Wenn Euch die kleine Tour gefallen hat, schaut auch mal auf meiner Facebook-Seite vorbei und setzt mich auf eure Freundesliste Photowalk in Augsburg Bald gibts wieder Neues – dann aus München.

Stairway to heaven?

Zufällig habe ich bei der Durchsicht meines Bildarchivs festgestellt, dass ich in letzter Zeit anscheinend sehr von Treppen fasziniert war. Diese Erkenntnis hört sich erstmal ziemlich seltsam an und ich musste auch recht lachen Stairway to heaven?

Zum einen ist es aber immer wieder interessant, wie scheinbare Nebensächlichkeiten so gestaltet werden können, dass sie den Blick des Betrachters auf sich lenken und sich angenehm in ein Gesamtbild fügen. Und schließlich haben Treppen ja in Literatur wie auch in der Kunst etwas Symbolisches. Sie stehen für das Streben nach etwas, für das Aufsteigen (in den Himmel) und allerlei sonstige bildhafte Entsprechungen.

Mir liegen solch hochtrabende Vergleiche fern – genießt einfach die Bilder und denkt euch euren Teil dazu Stairway to heaven?

Black and White – Schwarzweißphotographie

Ich erinnere mich noch genau daran, als ich den Bestseller “Die Hohe Schule der Photographie” vom Urgestein der Photographie, Andreas Feininger las. Er öffnete mir damals die Augen für die Ästhetik der Schwarzweißphotographie.

Es ist wie so oft im Leben : Reduziert man eine Sache auf das Wesentliche, werden manche Dinge auf einmal besonders deutlich. – Gerade in der Photographie sollte man stets seine Grenzen neu ausloten und vor allem die Schwarzweißphotographie bietet hierbei hervorragende Möglichkeiten. Ich lasse die Farbe weg, setze die Schärfe selektiv… die nächste Herausforderung wäre dann, zu sehen, wie viele Bildelemente ich weglassen kann. Brauche ich unbedingt Menschen auf meinem Bild?

Experimentiert doch selber einmal mit der Wirkung von Schwarzweißbildern. Mich machen sie oft nachdenklich oder verleihen einem Bild den gewünschten groben, pragmatischen Touch. Nicht umsonst wurden viele der berühmtesten Bilder in schwarzweiß aufgenommen.

 

Neulich im Südpark in München…

Ich gehe fast jeden Morgen mit meinem Hund im Südpark in München spazieren. Oft treffen wir hierbei andere Hunde und deren Herrchen und Frauchen. Manchmal aber sind wir auch fast eine ganze Stunde alleine.

Ich versuche auf jeden Fall, stets meine Kamera dabeizuhaben, um ein paar besondere Augenblicke einzufangen. Es sind oft scheinbare Kleinigkeiten, die bei richtiger Betrachtung ein Gefühl vermitteln können.

Obwohl ich jeden Tag wieder in diesem Park unterwegs bin und eigentlich immer die gleiche Strecke laufe, entdecke ich immer wieder neue Motive.

Hier drei kleine Beispiele :

Frühlingsgefühle…

Gestern tat ich etwas, das ich sonst nicht tue : Ich kaufte einen Blumenstrauß! Manchmal sollte man besonderen Menschen eben zeigen, wie wichtig sie einem sind (obwohl ich persönlich Blumensträuße nicht ausstehen kann Frühlingsgefühle...

 

Natürlich musste ich auch gleich ein Bild davon machen :

Frühlingsgefühle...

Blumenstrauß für Rebekka

Urban Decay – München

München, 01.05.12 / 21:10

Heute war ich mit meiner Partinerin in München unterwegs und sie erspähte hierbei eine verfallene Werkstatt sowie ein verfallenes Bahnhofsgebäude. Sie weiß genau, wie sehr ich den morbiden Charme solcher Orte liebe und so beschlossen wir, uns in der “Urban Exploring”-Fotografie zu versuchen. Der Titel “Urban Decay” stammt übrigens auch von ihr und passt hervorragend zu den Bildern, die wir gefertigt haben. Danke, Schatz!

Was ist Urban Exploring?

Urban Exploring beschäftigt sich mit dem Auffinden von verfallenen, pittoresken Industrieanlagen, Schlössern, Militärgebäuden, Krankenhäusern usw. Man versucht stets, respektvoll mit diesen Örtlichkeiten umzugehen und möglichst nichts zu beschädigen. Außerdem gebietet es der Kodex, dass man mit niemandem darüber spricht, wo diese Orte genau zu finden waren. Grund ist, dass man keine Vandalen zu diesen Kleinoden führen will. Der Grundsatz lautet : “Take nothing but pictures – leave nothing but footprints.”

Hier die besten Bilder aus diesem Streifzug. Sie erwuchsen aus einer Belichtungsreihe, HDR-Erstellung sowie diversen Filtern um sowohl das “Glühen” wie auch die Morbidität der Szene passend darzustellen.