Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

In diesem Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review werde ich euch ein wundervolles Objektiv für das aktuelle Leica M-Mount vorstellen. Es ist für mich – um gleich zu Beginn den Spannungsbogen total zu versauen – das beste 35mm-Vollformat-Objektiv, das ich bislang in Händen hatte! Besser als das Sony 35mm f1.4 G und das Leica Summicron 35mm f2.0 ASPH! Um Verwirrungen zu vermeiden : Es handelt sich um die ERSTE Version des Nokton. – Doch dazu später mehr.

Doch warum lasse ich mich zu solchen reißerischen Aussagen hinreißen? Das ist – rein argumentatorisch schnell erklärt : Es ist das lichtstärkste 35mm Vollformatobjektiv, das derzeit erhältlich ist und es ist sauscharf! – Bereits bei Offenblende! Zudem kostet das Voigtländer Nokton 35mm f1.2 nur knapp ein Drittel des Konkurrenzobjektivs von Leica.

Voigtländer Nokton 35mm f1.2  Review – Das Licht macht’s!

Wer nun denkt :”Pah, ob f1.4 oder f1.2 – das macht doch keinen Unterschied!” – Ach nein? Nicht vergessen: f1.2 ist um die Hälfte lichtstärker als f1.4! – Gerade bei sehr schummrigen Situationen kann das in puncto Bildrauschen einen gewaltigen Unterschied machen. ISO 6400 bei f1.4 – oder (rein rechnerisch) ISO 4800 bei f1.2. Das sind sichtbare Vorteile!

Wobei, ich verrate euch was : Ich habe mir das Voigtländer Nokton 35mm f1.2 gar nicht als Nachtsichtgerät gekauft – sondern wegen der grandiosen Freistellungsmöglichkeiten, dem wundervollen Bokeh und dem…. dem… dem SWIRL! Der SWIRL saugt den Blick förmlich in die Bildmitte! Ein Zusammenspiel aus Vignette, Schärfe und Bokeh!

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 bei OFFENBLENDE – seht ihr den SWIRL rund um den Kopf der Ziege? Einfach anklicken für volle Auflösung (Vorsicht : sehr große Datei!) Man kann sogar die Härchen der Ziege zählen!

Das Bild oben habe ich ein wenig nachbearbeitet, indem ich es in Lightroom entsättigt und ein wenig zusätzliche Vignette draufgehauen habe. Ansonsten habe ich noch ein bisschen am Weißabgleich gespielt. DAS WAR’S! Kein Nachschärfen oder sonstiger Schnickschnack! Knackscharf bereits bei Offenblende! Ich bin total begeistert! Sogar die Härchen der Ziege werden scharf dargestellt! Zwar sieht man einen leichten “Glow-Effekt” durch das vom hellen Fell der Ziege reflektierte Licht, aber das ist für mich eher eine wundervolle Dreingabe. Andere Leute benötigen irgendwelche Photoshop-Plugins um diesen Glow auch nur halbwegs hinzubekommen. Me gusta! Bei dunkleren Bereichen ist dieser Effekt nicht vorhanden (siehe das Bild vom Wildschwein) – es handelt sich also technisch gesehen nicht um Unschärfe oder “Weichheit”.

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Hier habe ich die Schärfe nicht genau getroffen, weil das Schaf sich permanent bewegt hat. Die Schärfe liegt leicht vor dem Auge, was man allerdings erst in voller Auflösung bemerkt. Habe ich schon erwähnt? Offenblende!

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 – die ideale Brennweite!

35mm sind meine persönliche Lieblingsbrennweite! 50mm gelten zwar als Standard in der Photographie, aber das basiert eigentlich nur auf einem Fehler von Oskar Barnack (lange Geschichte…) , denn eigentlich entspricht eine Brennweite von 40mm der menschlichen Wahrnehmung am ehesten. Lange Rede, kurzer Sinn : Mir persönlich sind 50mm Brennweite fast immer “zu lang” und 28mm sind mir schon wieder zu weitwinklig… und eine 40mm Festbrennweite mit solch optischer Leistung und Lichtstärke gibt es einfach nicht.  35mm bringen zwar ein bisschen mehr vom Umfeld mit auf’s Bild, erschlagen Dich aber nicht mit Verzeichnung oder nötigen Dich dazu, wirklich das komplette Umfeld (“Was ist denn das für ne hässliche Mülltonne hinter Deinem Model?”) aufs Bild zu bannen. Ich mag 35mm. Nicht umsonst gilt diese Brennweite als die klassische “Reportagebrennweite.”

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

BÄMM! Voll getroffen! Bei voller Auflösung sieht man sogar meine Reflektion in der Pupille des Schweins. Auch hier wieder : Offenblende!

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 – wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten!

Ich will’s nicht kaschieren oder verschleiern : Das Voigtländer Nokton 35mm f1.2 vignettiert extrem! Doch bevor jetzt die Leica-Jünger losbrüllen “Das 35mm f1.4 Summilux tut das aber nicht!” muss ich einwenden : DOCH, TUT ES! Zwar nicht soooo stark, aber doch deutlich. Durch die Codierung am Objektiv weiß die Leica M nur automatisch, dass sie etwas dagegen tun muss und hellt die Bildränder künstlich auf. Das ist jedoch mit einem Verlust an Bildqualität verbunden. Bei der Verwendung des Voigtländer Nokton 35mm f1.2 an der Leica M sollte man also kameraintern das Objektiv als 35er Summilux deklarieren, um die Vignettierung zu bekämpfen.

Bei Verwendung einer “Drittkamera” mit Adapter, wie ich es hier in diesem Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review mit meiner Sony A7R getan habe, hilft hier nur Lightroom, Photoshop – oder das Akzeptieren der Vignette als Teil des “Full Frame Looks”. Ich persönlich verwende das Voigtländer Nokton 35mm f1.2 an meiner Sony Alpha 7R und muss sagen, dass das Fokussieren trotz hauchdünner Schärfeebene und manuellem Fokus relativ gut von der Hand geht. Klar : Man hat wesentlich mehr Ausschuss als mit Autofokus, aber dank Focus Peaking und Ausschnittsvergrößerung ist die Trefferquote relativ hoch. Tipp : Vergesst beim Voigtländer Nokton 35mm f1.2 die “Drittel-Regel”, sondern positioniert das Motiv immer zentral. Hier ist die Schärfe am höchsten, die Vignette am niedrigsten und das “Mojo” des Bokehs kann voll wirken.

Ich persönlich finde jedenfalls, dass der Look der Bilder, die das Voigtländer Nokton 35mm f1.2 produziert, für die ganze Mühe mehr als entschädigt.

Wie dem auch sei : Natürlich ist die Vignettierung des Voigtländer Nokton 35mm f1.2 im Vergleich zum Summilux nochmal sichtbar stärker – dafür hat es aber auch eine halbe Blende mehr Licht zur Verfügung. Um die Vignettierung etwas übertrieben sichtbar zu machen habe ich das Voigtländer Nokton 35mm f1.2 bei unterschiedlichen Blenden und identischer Lichtquelle auf eine weiße Wand gerichtet.

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 ReviewVoigtländer Nokton 35mm f1.2 ReviewVoigtländer Nokton 35mm f1.2 ReviewVoigtländer Nokton 35mm f1.2 ReviewVoigtländer Nokton 35mm f1.2 ReviewWie ihr seht, ist die Vignette bei f1.2 schon enorm ausgeprägt und in den äußersten Ecken auch bei f4.0 noch sichtbar – jedoch laufe ich nicht permanent herum und photographiere weiße Wände. In der Praxis wirkt sich die Vignette ab f2.8 nicht mehr wirklich aus.

Bei Blenden unterhalb von 2.0 sollte man sein zentrales Motiv ohnehin ins Zentrum des Voigtländer Nokton 35mm f1.2 stellen, um den bestmöglichen Look zu erhalten. Eine Grundregel der Motivbetonung ist der Dreiklang

  • In der Mitte (bzw. am größten)
  • Am hellsten
  • Scharf

- Insofern leistet das Voigtländer Nokton 35mm f1.2 hier wundervolle Dienste. Es lässt alles, was sich nicht im hauchdünnen Schärfebereich befindet, im Bokeh verschwinden und dunkelt alles, was sich nicht im Zentrum befindet, ab. Der Blick wird automatisch zum zentralen Motiv gezogen. Das Motiv scheint zu leuchten und nimmt einen gefangen. Für mich : Perfekt!

 Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review : Mit alles und viel scharf?

Das Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review zeichnet bereits bei Offenblende im Zentrum sehr scharf. Wer’s ganz genau wissen will, möge sich einfach mal die Bilder der Ziege und des Schweins weiter oben ansehen, wobei ich den Eindruck habe, dass flickr eine leichte Reduzierung der Bildqualität vornimmt… wie dem auch sei : Bereits bei f1.2 ist das Voigtländer Nokton 35mm f1.2 scharf und (in der Bildmitte) 100%ig zu gebrauchen – und darum geht es bei einem Objektiv mit einer so hohen Lichtstärke ja auch!

Abgeblendet auf f2.0 steht es selbst dem König der Schärfe, dem Leica Summicron 35mm f2.0 ASPH, in nichts nach!

Ich habe mir die Mühe gemacht und eine Blendenreihe zur Beurteilung der Schärfe in der Bildmitte und im oberen linken Eck angefertigt. Ich habe hierzu eine todlangweilige und wenig aussagekräftige Rauputz-Fassade photographiert, die jedoch klar erkennbare Strukturen aufweist und somit zur Beurteilung von Schärfe in diesem Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review bestens geeignet ist. Aber seht selbst. Zuerst die Ausschnitte aus der Bildmitte :

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 – Zentrum bei Offenblende. Ein leichter “Glow” bei viel Licht – aber gleichzeitig erstaunlich scharf und kontrastreich. Bei dunkleren Motiven verschwindet der “Glow”.

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

f1.4 – bereits hier wird eine Verbesserung der Schärfe in der Bildmitte deutlich.

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

BÄMM! Wer hier noch etwas zu mäkeln hat, dem kann nicht geholfen werden. Immer dran denken : 100% Crop aus einem 36-Megapixel-Bild! Das ist Pixelpeeping auf höchstem Level!

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Tut mir leid, aber selbst bei viel gutem Willen konnte ich keine Verbesserung mehr gegenüber f2.0 feststellen – weiteres Abblenden auf 4.0 und aufwärts brachte ebenfalls keine Veränderung. Ab f11.0 lässt beugungsbedingt die Schärfe wieder nach.

Seht es mir nach : Aber ich habe darauf verzichtet, die restlichen Bildausschnitte der Bildmitte auch noch hochzuladen. Wie gesagt – ab Blende 2.0 rasiermesserscharfe Resultate in der Bildmitte. Göttlich!

Aaaaaber wie sieht es an den Bildrändern – oder schlimmer noch – wie sieht es in den Bildecken aus? Hierzu habe ich aus der obigen Blendenreihe einfach ein 100% Crop aus der äußersten Ecke links oben gefertigt. Das Resultat seht ihr hier :

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Nicht wundern : Hier schlägt die Vignette zu, daher sind die Bildränder wesentlich dunkler. Ich habe die Bilder dennoch unbearbeitet belassen, um ihre Aussagekraft nicht zu verfälschen.

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 ReviewVoigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Eines sieht man sofort : Bei Offenblende sind die Ränder sichtbar weicher als das Zentrum und sie erreichen auch nie wirklich die Rasiermesserschärfe der Bildmitte, egal wie viel man abblendet .Im gleichen Atemzug muss ich allerdings anmerken, dass die Randschärfe bei Offenblende dennoch sehr respektabel und bei weitem nicht so schlecht ist, wie ich es eigentlich zu Beginn des Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review erwartet hatte. Allein die sehr starke Vignettierung sorgt bei Offenblende dafür, dass die Ecken einfach indiskutable Bildbereiche sind. Aber wer eine 35-er Brennweite mit Lichtstärke 1.2 kauft und dann einwandfreie Schärfe in den Ecken ohne Vignettierung erwartet, dem kann sowieso nicht geholfen werden Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review Man kauft ja auch keinen Ferrari und meckert über den kleinen Kofferraum.

Die Weichheit in den Ecken wird durch abblenden auf f2.0 deutlich besser. Einen erneuten “Boost” bringt f2.8 und die allerhöchste Randschärfe wird sukzessive bishin zu f8.0 erreicht. Die Zentrumsschärfe profitiert von weiterem Abblenden kaum : Ab f2.0 ist die Bildmitte so verdammt scharf, dass keine Verbesserung mehr erkennbar ist. Gewissermaßen ist f2.0 die “magische Blende”.

Abschließend kann ich dem Voigtländer Nokton 35mm f1.2 in puncto “Schärfe” das Prädikat “sehr gut” verliehen. Ich war wirklich beeindruckt, dass so ein lichtstarkes Objektiv bereits bei größter Blende so knackscharf zeichnen kann – und dann nochmals so enorm zulegt. Da capo!

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review : Chromatische Aberrationen (CA)

Bei einem Objektiv mit so hoher Lichtstärke sind Farbsäume natürlich immer ein Thema. Viele Hersteller kaschieren Objektivfehler, indem sie der Kamera bestimmte Korrekturprofile einbetten, die dann die Objektivfehler (meist Randunschärfe, CAs und Vignettierung) so herausrechnet, dass diese Korrektur sogar in die RAW-Dateien eingebettet werden. Selbst wirklich große Namen wie Leica und Hasselblad bedienen sich derartiger Tricks – und das muss nicht nötigerweise schlecht sein, weil es die Nachbearbeitung in Lightroom erspart. Unter gewissen Voraussetzungen produzieren selbst die hochwertigsten Objektive chromatische Aberrationen. Um die wirkliche Qualität eines Objektivs beurteilen zu können, sollte man sich jedoch die “nackten”, unkorrigierten Daten ansehen – und genau das tue ich hier in diesem Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review. Sony bietet zwar bei eignenen Objektiven die Möglichkeit, Korrekturen automatisch vornehmen zu lassen – nachdem das Voigtländer Nokton 35mm f1.2 aber hier an meiner Sony A7R mittels Adapter angebracht ist, fällt diese Option flach. Man muss mit den Fehlern leben oder sie selbst in Lightroom herausbasteln.

Doch zurück zum Thema : Die CAs. Bevor ich jetzt erkläre, was Farbsäume sind, zeige ich es euch lieber Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Das Originabild bei Offenblende. Leider ist es ein wenig überbelichtet (trotz ISO 50 und 1/8000s), sodass die CAs etwas stärker scheinen.

Bei diesem Bild sieht man im Bereich zwischen der Sonne und den Ästen bereits im verkleinerten Bild starke lilafarbene Farbsäume. CAs sind also Farbsäume um hart kontrastierende Ränder. Jaaaa, es gibt auch noch “LoCAs” (“Bokeh Fringing”) und einige weitere Sonderformen. Der Einfachheit halber handle ich das alles als “CAs” ab. Farbsäume sind entweder lila oder grün. Um sie zu bekämpfen, kann man versuchen, den Kontrast zu reduzieren (also nicht bei Gegenlicht photographieren) oder einfach abblenden, was die Farbsäume meist relativ zuverlässig reduziert.

Um euch selbst ein Bild machen zu können, habe ich hier eine Blendenreihe von einem Baum im Gegenlicht aufgenommen. Anschließend habe ich unbearbeitete 100%-Crops aus der Bildmitte genommen. Diese seht ihr unten.

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Sehr ausgeprägte Farbsäume bei Offenblende.

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Bereits reduzierte Farbsäume bei einer halben Blende weniger.

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

DEUTLICH reduzierte Aberrationen bei f2.0

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Wie ihr sehen könnt, sind die Aberrationen bei f2.0 bereits einigermaßen zu vernachlässigen – immer dran denken : Es handelt sich um ein 100% Crop einer Datei, die im Original 36 Megapixel hat! Bei f2.8 sind nur noch bei sehr pedantischer Ausrichtung minimale Farbsäume zu erkennen und von f4.0 aufwärts sind die Farbsäume selbst unter widrigsten Bedingungen komplett verschwunden. Auf das Bild bei f5.6 habe ich hier verzichtet, weil weiteres Abblenden (in Bezug auf die Aberrationen) keinen Sinn mehr gemacht hat.

Wer die Bilder in Originalgröße bestaunen will, einfach HIER klicken, um zum entsprechenden Flickr-Album zu gelangen. Die Reihenfolge der Bilder entspricht den Blenden 1.2 – 1.4 – 2.0 – 2.8 – 4.0 – 5.6

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review : Version 1 und Version 2

Vom Voigtländer Nokton 35mm f1.2 existieren zwei Versionen, welche gemeinhin als V1 und V2 bezeichnet werden. Die erste hat eine Naheinstellgrenze von 70 cm, die zweite Version von 50 cm. Von der optischen Leistung her sind beide Versionen gleichwertig. Preislich rangiert die Version 2 bei ca. 1300 € neu und bei ca. 1100 € gebraucht.

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 (Version 1) an meiner geliebten Sony A7R – mittels KIWI-Adapter hält die Kombination bombenfest und auch der Unendlich-Fokus sitzt perfekt. Die Kombination wirkt geraaaaade noch nicht zu groß.

Die Version 1 kann man mit etwas Glück schon einmal um 800 € ergattern. In so einem Fall würde ich sofort zugreifen! Meines Wissens gibt es von der V2 auch eine verchromte Variante, die in der Regel bei ca. 1400 € liegt.

Manche User in Fachforen neigen dazu, das V1 als schärfer und optisch ein wenig “besser” einzustufen.

Datenblatt V1

Datenblatt V2

Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review – Das Fazit!

Ich liebe dieses Objektiv, so viel steht fest!

Pro

  • Kostet nur ungefähr ein Drittel des Preises eines 35er Summicron von Leica
  • Kostet zwar ein bisschen mehr als ein Zeiss 35mm f2.0 Biogon ZM – bietet aber die 2.5-fache Lichtstärke
  • Äußerst massive Fertigungsqualität
  • Gegenlichtblende bereits im Lieferumfang! (bei der 2. Version nicht mehr)
  • Uneingeschränkt offenblendentauglich

Kontra

  • deutlich größer als das fast genauso lichtstarke Summilux von Leica und daher vielleicht einen kleinen Hauch zu aufdringlich für Streetphotography
  • deutlich schwerer als das fast genauso lichtstarke Summilux von Leica
  • mir persönlich gefällt die “Fokusnase” der Leica-Objektive besser
  • der Fokusring dreht sich ein kleeeines bisschen zu schwer

Anhand der letzten beiden Punkte merkt ihr schon : Ich musste mit der Lupe suchen, um etwas zu finden, was ich am Voigtländer Nokton 35mm f1.2 aussetzen kann.

Für mich ist das Nokton ein Werkzeug, das mir die Wahl lässt :

Entweder erlaubt es mir, einen ganz speziellen Look mit wundervollem Bokeh zu kreieren (“Swirl!” *g*) und den Blick des Betrachters dank des besonderen Charakters bei Offenblende sofort in die Bildmitte zu saugen…

… oder ich erhalte ab Blende 2.0 Resultate, die meinem Eindruck nach locker in einer Liga mit Zeiss und Leica spielen.

5 Gedanken zu “Voigtländer Nokton 35mm f1.2 Review

  1. Pingback: Voigtländer Nokton 35mm f1.2 ReviewMünchenPhoto

  2. Pingback: BALD : Zeiss 35mm f2.0 Biogon ZM - Review! MünchenPhotoMünchenPhoto

  3. Pingback: NEU : Zeiss 35mm f2.0 ZM Biogon-Review! MünchenPhotoMünchenPhoto

  4. Danke für die Mühe und diesen vorzüglichen Blogbeitrag.
    Wie löst man das Problem der “Ränder” vor allem “Fringing” mit LR?
    Gibt es dazu presets oder Objektivkorrekturen, die empfahlenswert sind?
    Oder anders gefragt – wie ist das Vorgehen bei den Bildern im Blog um diese an den Rändern zu oprimieren.
    Danke für Infos
    Grüße
    Andreas

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Current day month ye@r *