Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Bevor ich dieses Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review beginne, möchte ich gleich mal klarstellen, dass ich von nun an einem gaaaaanz anderen Weg gehen werde, als bei meinem Review des Voigtländer Nokton 35mm f1.2. Dort habe ich mich sehr stark mit der technischen Seite des Objektivs befasst, großartig gefachsimpelt und endlose Blendenreihen zum Vergleich der Schärfe, von chromatischen Aberrationen, Vignettierung usw. aufgenommen. Um ehrlich zu sein, war das zum einen eine Scheißarbeit und zum anderen macht es viel weniger Spaß, solch ein Review zu lesen als ein Review, das Emotionen vermittelt und ein Objektiv einfach mal subjektiv beleuchtet Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review Ich werde mich von nun an also darauf konzentrieren, das „Feeling“, welches mir ein Objektiv vermittelt, rüberzubringen. Der Charakter eines Objektivs wird meiner Meinung nach durch wesentlich mehr bestimmt als die Summe seiner Teile oder technischen Eigenschaften. Viel Spaß also bei diesem Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review!

Der Vollständigkeit halber sei auch hier erwähnt, dass der korrekte Name eigentlich C Sonnar T* 1,5/50 ZM lautet. Ich möchte aber nicht unbedingt die unterschiedlichen Terminologie-Fetische von zig unterschiedlichen Herstellern lernen und dann pedantisch daran festhalten. Deshalb ist das hier ein Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review – und kein C Sonnar T* 1,5/50 ZM Review Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Quelle : Carl Zeiss AG

 

 

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review – wie kam es dazu?

Bis vor kurzem hätte ich selbst nicht gedacht, ein Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review zu schreiben, denn dieses Objektiv war nicht wirklich auf “meiner Liste”. Nach dem Kauf meiner wundervollen Sony A7R (wofür leider meine Micro-Four-Thirds-Ausrüstung dran glauben musste. Mist.) wusste ich, wohin der Weg gehen würde : Leica-Gläser! Wobei ich hiermit nicht Objektive von Leica selbst meinte, sondern ganz generell Objektive, die an einer Leica M passen würden. Also auch Objektive der ZM-Serie von Zeiss oder von Voigtländer. Lauter große deutsche Namen! Wobei der Fairness halber gesagt werden muss, dass sowohl Zeiss viel in Japan produziert – und Voigtländer mittlerweile Cosina gehört. Auch Japaner.

Wie dem auch sei : Als erstes kaufte ich mir das Voigtländer Nokton 35mm f1.2, welches ich ganz subjektiv immer noch als eines der gelungensten 35 mm-Objektive einstufe, die je gebaut wurden. Wundervolles Objektiv und ein Lichtmonster vor dem Herrn. Yeah, Baby! Gleichzeitig wusste ich, dass 35 mm manchmal ein bisschen zu weit sind und ein 50 mm-Objektiv für Portraitaufnahmen einfach ein Must-Have ist. Zwar besitze ich ein Minolta 50mm f1.4 AF, welches wirklich schöne Resultate produziert, aber das könnte ich nur mittels sperrigem Adapter an meiner Sony A7R betreiben. Ich bevorzuge jedoch eine „schlanke Lösung“ und außerdem… Back to the roots! Manual focus!

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Das erste Bild mit dem Zeiss 50mm f1.5 ZM C Sonnar T* – ich war sofort verliebt! Das “Mojo” wurde sofort sichtbar. Punktgenaue Schärfe auf dem Auge und wundervolles Bokeh bei nur minimaler Vignette. Saugeil :-)

Warum aber sollte ich auf den Autofokus verzichten und mir das Leben selbst schwer machen? Viele Kamerahersteller werben damit, wie viele Bilder pro Sekunde Ihre neuesten Kameras rausrotzen und wie rasend schnell der Fokus ist. Alles wird immer schneller, schneller und noch einfacher. Gute Bilder? Pah, hau nen Instagram-Filter drüber und gut! Von wegen….

Ich für mich bin der Ansicht, dass es nicht zählt, wie viele Bilder pro Sekunde man machen kann, sondern dass ich lieber 30 Sekunden (oder sogar Minuten) investiere, um EIN gutes Bild zu machen. Natürlich ärgere ich mich manchmal darüber, wenn mir ein Bild entgeht, das ich vielleicht mit Autofokus noch in den Kasten bekommen hätte. Andererseits ist das Arbeiten mit einer Festbrennweite, das manuelle Fokussieren, die manuelle Blendenwahl und die somit erzwungene Entschleunigung ein strenger, aber gerechter und vor allem lehrreicher Lehrmeister – und die Resultate sind halt einfach besser als wenn man blind drauflos fotografiert. Man lernt, auf die Bildkomposition zu achten, den Auslöser mit Bedacht zu drücken und keine 0815-Bilder zu schießen. Hier klingt schon ein wenig das Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar – Mojo an!

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Quelle : Carl Zeiss AG
Das kleine Schwarze ist durchaus sexy :-)

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review – welche Objektive gäbe es noch?

Neben 35mm (meiner Lieblingsbrennweite!) ist zumindest EIN 50mm-Objektiv Pflicht! Und nein, das Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar stand sicherlich nicht ganz oben auf meiner Liste Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Die Kandidaten, die zunächst ins engere Blickfeld gerieten, waren das Zeiss 50mm f2.0 Planar, das Voigtländer Nokton 50mm f1.1 und eben – natürlich – das Leica 50mm Summicron. Für das Voigtländer sprach die unglaubliche Lichtstärke (fast viermal so lichtstark wie die Pendants mit f2.0) – für Leica die unglaubliche Performance und für das Planar von Zeiss die Leistung fast auf Leica-Niveau bei einem – in Relation betrachtet – unglaublich günstigen Preis!

Sicher, vom Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar hatte ich auch schon gelesen und gehört, aber es war zu Beginn keine wirkliche Alternative für mich. Wesentlich teurer als das Planar und angeblich nicht so scharf. Was sollte denn das? Aber auch hier bewahrheitete sich die alte Weisheit, dass man sich seine eigene Meinung bilden sollte….

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Das zweite Bild :-)

Das Voigtländer schied aus, weil es einfach zu “weich” zeichnete und das Leica war einfach zu teuer. Als klar war, dass nur noch das Zeiss 50mm f2.0 ZM Planar übrig blieb, rückte komischerweise doch das Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar näher in mein Blickfeld. – Schließlich war es fast doppelt so lichtstark… und dass Zeiss ein Objektiv bauen sollte, das nicht scharf ist, wollte ich nicht so recht glauben. Einige Testberichte später wusste ich, dass das Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar auf eine optische Rechnung von 1930 (!) zurückgeht und diese unverändert übernommen worden war. Lediglich die Vergütung des Objektivs wurde verbessert und natürlich wurde das Objektiv auch nach den heutigen Qualitätsmaßstäben und im zeitgenössischen Zeiss-Look gefertigt.

Was war aber nun mit dieser Unschärfe?

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Quelle : Carl Zeiss AG
… aber auch in silber macht das Sonnar eine sehr gute Figur. Wobei es in schwarz besser ablesbar ist.

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review – Focus Shift

Es stellte sich heraus, dass die angeprangerte Unschärfe meist aufgrund eines sog. “Focus Shift” zustande kam. Vereinfacht gesagt ist das eine Besonderheit, die an Messsucherkameras auftreten kann – und es beim Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar T leider tut. Sie führt dazu, dass das Objektiv entweder bei f1.5 fehlerfrei fokussiert – oder ab f2.8. Nicht beides.

Das ist natürlich nicht wirklich befriedigend, aber mir war das ziemlich egal, weil ich das Objektiv ja an meiner Sony A7R nutzen wollte und mich die Besonderheiten (böse Zungen würden “Unzulänglichkeiten” sagen…) einer Messsucherkamera somit nicht interessieren mussten. Ha!

Leider muss ich deshalb in diesem Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review den Focus Shift auch als “blinden Punkt” stehen lassen, da ich selbst keine Erfahrungen damit gemacht habe. Anscheinend gibt es dieses Problem – wie ausgeprägt es tatsächlich ist? Keine Ahnung.

Fakt ist jedoch, dass das Sonnar SCHARF ist! Bei Offenblende und hohem Kontrast vielleicht ein wenig “weich” – aber welches lichtstarke Objektiv ist das nicht? Selbst Leica bildet hier keine Ausnahme. Und bevor hier irgendwelche Leica Fanboys wettern : Ja, es ist richtig! Das 50er Summilux ASPH. ist BESSER! Auf ganzer Linie. JA! Aber es ist halt auch einfach ca. 1800 € teurer…

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Quelle : Carl Zeiss AG
Schön : der Edelstahlring. Angenehm leichtgängig : Die Fokussierung, die mittels “Nase” (rechts) eingestellt wird.

Wie dem auch sei : Die optischen Qualitäten des Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar liegen auf einem sehr hohen Niveau, wie mein Review zeigte. Vignettierung ist selbst bei Offenblende kein drastisches Problem und ab f2.0 gewinnen sowohl die Schärfe in den Randbereichen (die bereits bei f1.5 relativ passabel ist) als auch die Vignettierung wie auch CAs deutlich dazu. Selbst die Qualität des Bokeh ist bei f2.0 in manchen Fällen schöner als bei f1.5. Hm. Geschmackssache Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Nochmal zum Mitschreiben : Das Sonnar ist definitiv scharf. Ein bisschen weniger scharf und ein bisschen weniger Microkontrast als das Leica-Pendant, ja, zugegeben. Aber hey, immerhin!

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Hier wird der “3D-Pop” schön sichtbar. Durch die angenehme Unschärfe wird das zentrale Motiv (die Statue) schön ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review : Das Mojo

Den wirklichen Ausschlag gaben allerdings die Bilder, die ich vom Zeiss 50mm f1.5  ZM C Sonnar zu Gesicht bekam. Ich kann es immer noch nicht wirklich beschreiben, aber so verschieden die Bilder auch waren, alle hatten eine gemeinsame Besonderheit : DAS MOJO!

Das Mojo kannst Du nicht fassen oder beschreiben. Es ist einfach da. Wie ein gutes Gefühl. Du schaust Dir dieses Bild an und denkst Dir : Ja, das gefällt mir! Ich glaube, es ist irgendwie ein Mix aus Bokeh, Schärfe, Vignette und Farbwiedergabe.

Insgesamt muss ich während dieses Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review feststellen, dass hier einfach sehr viel richtig gemacht wurde. Das Sonnar ist :

  • lichtstark
  • klein und leicht
  • von hoher Qualität (nicht ganz auf Leica-Niveau, aber trotzdem wundervoll)
  • mit einer wundervoll leichtgängigen Fokussierung gesegnt
  • einmalig
  • in Relation zu einem Leica 50mm Summilux sehr günstig

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Aber so sehr ich dieses Objektiv auch liebe und so sehr ich die Bilder, die es mir auf den Senso zaubert, schätze… es gibt auch Schattenseiten, die ich nicht unerwähnt lassen möchte.

Da wäre zum einen die Gegenlichtblende… JA, WÄRE! Wenn Zeiss den Anstand gehabt hätte, das Ding dem Objektiv beizulegen! Da möchte man doch meinen, dass ein Objektivhersteller, der es sich leisten kann, knapp 1000 € für ein Objektiv zu verlangen, nicht zu geizig ist, dem spendablen Käufer eine Gegenlichtblende ins Paket zu legen. Fehlanzeige! Selbst Drittanbieter wie Tamron oder Sigma machen das besser. Mal ehrlich, Zeiss : Was soll das denn?

Noch dazu ist das Ding verdammt teuer. 80 EURO muss man für etwas berappen, das in diesem Segment nun wirklich zu den Selbstverständlichkeiten gehören sollte.

Dann wäre da noch der Focus Shift, der mir bei der Recherche für dieses Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review immer wieder begegnet ist. Für mich persönlich kein Problem. Aber dennoch eigentlich ein Fauxpas für einen Hersteller mit Premiumanspruch. Voigtländer kanns, Leica kanns… warum kann Zeiss das nicht? Starke Abzüge in der B-Note.

 

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review – das Fazit

Das “C” im Namen “Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar” steht für “compact” – aber in erster Linie für “classic”. Die optische Rechnung geht auf das Jahr 1930 zurück. Und genau das ist die Stärke dieses wundervollen Glases. Es ist vielleicht nicht ganz perfekt – will es aber auch gar nicht sein. Das Sonnar kauft man mit dem Herzen und nicht mit dem Verstand. Man kauft es nicht, weil man es BRAUCHT, sondern, weil man es WILL! Weil man weiß, dass gute Bilder durch mehr bestimmt werden als klinische Perfektion, sondern durch …. ja, wodurch eigentlich? Egal : Gefühl, Mojo, 3-D-Pop, Bokeh, eine gewisse Magie… nennt es, wie ihr wollt : Das Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar hat von all diesen Dingen mehr als genug. Und außerdem ist es deutlich kleiner, leichter UND billiger als ein Leica 50mm Summilux Pre-ASPH – bei fast identischer optischer Leistung. Zugreifen!

Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

Das Zeiss 50mm f1.5 ZM C Sonnar T* wird nicht zu unrecht als “der Reporter” und als ausgezeichnetes Portraitobjektiv bezeichnet.

4 Gedanken zu “Zeiss 50mm f1.5 C Sonnar Review

  1. Freut mich, dass Dir das Sonnar auch so gut gefällt. Ich hab’s seit geraumer Zeit an der M9 und möchte es nicht mehr missen. Ganz im Gegenteil, ich werde die anderen 50mm verkaufen. Falls Du noch ein Summarit-M 50mm willst einfach melden. ;)

    Der Fokus-Shift ist ein Problem, allerdings kein Großes. Man gewöhnt sich daran, dass man sich bei Offenblende etwas vorlehnen muss. Meines ist auf f/2.8 justiert, also Standard. Und auch wenn man’s bei Zeiss auf f/1.5 drehen kann (oder selbst machen) rate ich davon ab – es sei denn, man will nur mit Offenblende fotografieren, gegebenenfalls mit ND-Filter. Aber ein 50er ist für mich auch ein Allrounder, oder wie Zeiss das Sonnar nennt ein »Reporter«, also möchte ich lieber zwischen f/2.8 und f/5.6 perfekten Fokus haben als für den Spezialeffekt f/1.5.

    Ich habe mich bewusst gegen das Summilux und fürs Sonnar entschieden. Nicht nur wegen des Preisunterschieds, sondern vor allem wegen der Größe und des Gewichts. Die Silber-Version des Summilux wiegt fast doppelt so viel wie das Sonnar, die schwarze Version immer noch über 100g mehr. In beiden Fällen ist das Dingens ohne Streulichtblende volle 2cm länger. Das Teil ist kleiner und leichter als ein Summicron. Mir ist das wichtig.

    Die Streulichtblende kostet extra, ja. Aber ist auch deutlich besser als alles, was ich bisher von Leica (zum Teil auch als Zubehör gekauft) gesehen habe. Nur schon das Bayonett ist Gold wert. Wie anfällig auf Streulicht das Sonnar ist habe ich nie ausprobiert, ich verwende Streulichtblenden als Stoßschutz, nicht wegen optischen Eigenschaften. Also ist eh immer eine drauf.

    Tolles Objektiv.

    • Danke für Deine Antwort und die neue Sichtweise – evtl. werde ich das noch mit einarbeiten :)
      Bzgl. der GeLi muss ich Dir teilweise Recht geben… klar braucht man sie selten – aber man kommt sich halt vor wie ein Mercedes-Kunde, der soeben eine S-Klasse gekauft hat und dann nochmal 50 € extra für Verbandskasten und Warndreieck zahlen soll :)

      • Ich frage mich manchmal, ob das mit der Streulichtblende »historische Gründe« hat. Leica liefert z.B. die Summarit-Objektive auch ohne aus, die Originalen kosten dann locker-flockige 150 Euro aufwärts, ganz ohne Bayonett oder so.

        Die Summicrons ohne Ausziehblende hatten die Blende auch als Zusatz, die mitgelieferten Aufsteckblenden z.B. fürs Elmarit-M 28mm ASPH ist aus Plastik. Und einige maulen, dass Leica die Ausziehblende bei den aktuellen Summicrons und Summiluxen auch hätte weglassen können, da sie eh nicht effektiv seien.

        Ich kenne viele Fotografen, die nie Streulichtblenden einsetzen, weil’s dann zu groß / zu einschüchternd wirken würde – oder im Falle von Messsuchern ins Sucherbild ragt.

        Eventuell hat hier Zeiss einfach am Markt kalkuliert – und wir »Blendennutzer« sind die Minderheit?

  2. Pingback: NEU : Zeiss 35mm f2.0 ZM Biogon-Review! MünchenPhotoMünchenPhoto

  3. Über den positiven Bericht habe ich mich gefreut, man fühlt sich halt gerne bestätigt :-)
    Habe das C-Sonnar jetzt seit einem Jahr, bisher nur analog auf einer Zeiss Ikon ZM genutzt. Ja, den Fokus-Shift gibt es, und manches Bild ist damit dann nicht so perfekt geworden, weil es am entscheidenden Punkt des Bildes dann unschärfer war als es hätte sein können. Aber: Meine besten Portraits in 35 Jahren Fotografie sind mir mit dieser Linse gelungen – auch bei spontanen “Streets”. Ich kann nicht mit den Leica-Linsen vergleichen, nur mit hochwertigen Nikon’n, dem Zeiss Planar 2.0 ZM oder dem neuen Nikon/Sigma 50/1.4 Art. Und dabei fällt meine Einschätzung eindeutig aus: Wenn ich nur ein 50er behalten dürfte, dann das Sonnar, denn damit gelingen (immer wieder mal) Bilder, die einmalig sind, nicht reproduzierbar und mit einer Wirkung, die den Betrachter ganz besonders faszinieren. Das Strahlen auf den Gesichtern der Menschen, denen ich ein “C-Sonnar Portrait” von sich oder ihrem Haustier geschenkt habe, ist unbezahlbar.
    Und jetzt bin ich gespannt, was passiert wenn ich diese Linse ab morgen auf meine neue Sony A6000 schraube…

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